Radiofilm

Oktober 7, 2011

Die Hartz4-Spirale im Radio
60 Minuten Radioreportage über unser behördlich finanziertes Filmprojekt. Von Georg Wellbrock.
http://freie-radios.net/43378

Bilanz

Januar 31, 2011

… und, was hat uns das alles gebracht…?”
Hier ein knapper Überblick über die harten, dürren Fakten in Bezug auf unsere Tätigkeit:

- zum 1. Mai 2010 begann in Delitzsch (Nord-Sachsen) das “Projekt Zukunft”; eine von der ARGE geförderte Arbeitsgelegenheit.
Dabei handelte es sich um einen “Ein-Euro-Job”, in dessen Rahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den Beruf “KameraassistentIn” informiert werden sollten (nur am Rand erwähnt: eine Kamera erhielten wir erst nach zwei Monaten. Und zwar einen schlichten Camcorder für den Hausgebrauch)

- die Maßnahme sollte ursprünglich bis Herbst 2010 dauern, wurde einmal verlängert und endete heute, also nach neun Monaten.

- in dieser Zeit entstanden unter theaterpädagogischer Leitung ein Film, zwei kurze Theaterstücke und dieser Blog.

- in den neun Monaten nahmen insgesamt 15 Menschen an dieser Maßnahme teil. Acht Teilnehmer waren bereits am allerersten Tag dabei, sieben weitere kamen im Laufe der Monate hinzu.

- von diesen 15 Menschen sind nicht alle bis zum Ende dabeigeblieben. Fünf Leute (also ein Drittel) haben die Maßnahme vorzeitig beendet.

Für den vorzeitigen Ausstieg aus der Maßnahme gab es folgende Gründe (Achtung, jetzt wird’s spannend):
- zwei Teilnehmerinnen stellten fest, dass die Arbeitsweise “nichts für uns ist”. Sie konnten die Maßnahme ohne Komplikationen und Sanktionen verlassen.

- ein Teilnehmer ist in eine andere Maßnahme gewechselt. Und zwar in eine Weiterbildung im kaufmännischen Bereich, die für sein berufliches Fortkommen wohl sinnvoller ist. Leider hat er nicht alle Module belegen können, die er gerne gehabt hätte.

- eine Teilnehmerin konnte nach einigen Monaten eine Ausbildung zur Sozialassistentin beginnen. Diese Ausbildung ist ebenfalls von der ARGE gefördert und wird die beruflichen Chancen der jungen Frau wahrscheinlich um einiges verbessern.

Das Beste zum Schluss: eine Teilnehmerin hat es tatsächlich geschafft, während der Maßnahme einen Job zu ergattern!
(eines der Ziele der sogenannten Ein-Euro-Jobs besteht ja schließlich darin, den Übergang zu einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit zu erleichtern).
Eine Stelle beim Film hat sie zwar nicht gekriegt, dafür aber einen
Job in der Systemgastronomie. Anders ausgedrückt: sie brät jetzt Hamburger.

Die ersten Monate ihrer Tätigkeit bei einem großen Fast-Food Konzern arbeitet sie nur Teilzeit. Das bedeutet, dass ihr Lohn nicht zum Leben reicht und vom Amt aufgestockt werden muss. Also weiterhin: Hartz4.

Alle anderen werden ab morgen wieder voll und ganz im Hartz4-Bezug stehen. Die Frage: “Was hat uns das alles gebracht?” lässt sich also schnell beantworten. Mit einem energischen: “Nicht viel!”

Immerhin, jeder Teilnehmer hat monatlich etwas mehr als 100 Euro zum Standard-Hartz4 dazuerhalten. Und zum Geld kommen noch einige schöne Erinnerungen an lustige Stunden und an einen großartigen Premierenabend, außerdem noch ein paar Dinge, die über Computer, Film, Theater und Kommunikation gelernt wurden.
Das war’s.

Für einen Euro …

Januar 31, 2011

“Mensch arge Dich nicht”
Jetzt online: ein Film, entstanden im Rahmen eines “Ein-Euro-Jobs”.

Filmende

Januar 29, 2011

Nachspann
Der Film ist gedreht, der Sekt getrunken, die Maßnahme so gut wie vorbei.
Natürlich möchten wir das Ergebnis unseres Projekts auch online dokumentieren, denn ein wenig stolz sind wir schon auf das, was wir mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten erreicht haben (auch wenn wir ein Projekt dieser Art wirklich nicht zur Nachahmung empfehlen wollen. Ein rumpliger PC, ein Videorecorder für den Heimgebrauch und eine digitale Kamera, die schon mehrfach mit Klebeband geflickt wurde, sind nicht unbedingt die besten Film-Werkzeuge).

Leider kann man auf youtube nur Filme einstellen, die maximal fünfzehn Minuten lang sind. Unser Machwerk dauert jedoch knapp zwanzig Minuten, deshalb ist hier zunächst nur der Nachspann zu sehen (die Musik wurde übrigens von Andreas aus unserem Team zusammengefrickelt).

Der eigentliche Film wird auch bald zu sehen sein – hier, in Ihrem Kino!

Premiere

Januar 26, 2011

Was soll man sagen …?
Ein voller Saal, viel Gelächter, viele Blumen, ein voller Erfolg!

Bald ist es soweit …
Heute, 18h ist unser Film im Baff-Theater zu sehen.
Schon jetzt zu sehen ist der Flyer, den wir gerne gedruckt hätten.
Mensch arge dich nicht

Film und Fernsehen

Januar 23, 2011

Hausbesuch mit Kamera
Zur Erinnerung: in der Zuweisung, die alle Teilnehmer unserer Maßnahme von der ARGE erhalten haben, war von einer Tätigkeit als “Kameraassistent/in” die Rede.  Schade, dass Kameras bei uns leider Mangelware sind.

Aber jetzt ist es uns gelungen, eine Mitspielerin unseres Projekts mit einer leibhaftigen, echten Fernsehkamera in Kontakt zu bringen! Beatrice stand allerdings nicht hinter der Kamera, sondern vor ihr, gemeinsam mit Tim Thoelke, der sie für seine Sendung “Thoelkes Hausbesuch” interviewt hat.

Seit gestern ist der Beitrag online zu sehen – ein großer Spaß!
Überzeugt Euch selbst auf den Seiten von Leipzig Fernsehen.

Premierenplakat

Januar 18, 2011

Ohne Worte
Filmpremiere


eine andere Maßnahme

Januar 17, 2011

Linktipp
Wir sind nicht die einzige von der ARGE geförderte Maßnahme, aus der gebloggt wird.
Sehr lesenswert (und auch sehr deprimierend) ist http://arbeitslager2010.blogspot.com/

 

Betriebsausflug

Januar 13, 2011

Delitzsch goes Leipzig
Gestern haben wir unser kleines Städtchen verlassen und eine etwas größere Stadt angeschaut.
Den Vormittag haben wir also in Leipzig verbracht und dort nicht nur eine Stadtrundfahrt gemacht, sondern auch das Centraltheater besichtigt.  Zu unserer 90minütigen Führung gehörte ein Probenbesuch zur neuen Produktion von Rainald Grebe.  Für alle, die ihn nicht kennen, hier ein ganz besonderes musikalisches Schmankerl:

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.